Ein neuzeitliches Hanseprojekt; die alte Salzstrasse.

Das Hanseprojekt wurde von der Berliner Rittergilde zusammen mit anderen Mittelaltergruppen aus Polen und Deutschland ins Leben gerufen.

Es geht um einen internationalen Kulturaustausch von Ideen und Waren und gegenseitige Unterstützung bei Mittelalter- Veranstaltungen.

Ein langfristiges Ziel soll es sein, Waren auf mittelalterlicher Art und Weise von A nach B zu transportieren, das kann mit einem Einspänner, einem Planwagen, oder auch auf dem Wasserwege mit Kähnen und Booten sein.

Mittelaltergruppen aus den beiden Ländern unterstützen sich ebenso bei Veranstaltungen gegenseitig, und bauen darüber hinaus ihr regionales Netzwerk aus.

 


Was wollen wir in Hildesheim aufbauen?

Wir wollen in Hildesheim, zusammen mit den Partnern im Hanseprojekt, die Voraussetzung schaffen, ein aktives Mittelalter Netzwerk von Gruppen in unserer Region, im Umkreis von ca. 100km zu bilden.

Dazu wollen wir Kontakt zu Mittelaltergruppen aufbauen, die wie wir das späte Mittelalter, grob das 14. Jahrhundert darstellen. Bei Veranstaltungen wollen wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam schöne und interessante Veranstaltungen organisieren, wo wir a) Wissensvermittlung für die Besucher und Gäste leisten und b) wo wir das Mittelalter zum Leben erwecken, indem wir in unseren gewählten Rollen miteinander interagieren und gemeinsam für die Besucher eine mittelalterliche Szenerie erschaffen.
Wichtig dafür ist zu wissen:

  • dass wir uns gegenseitig respektieren und achten,
  • das wir gemeinsame Ziele verfolgen,
  • das wir auf einer gemeinsamen Basis von Regeln agieren.

Jeder Bereich wird von einem(!!) Verantwortlichen betreut und geleitet, egal ob es eine oder 15 Mittelaltergruppen in diesem Bereich gibt, die zum Erfolg des Projektes mit beitragen helfen

 

Wer Interesse hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen, kann Informationen hier bekommen.

 

Die Ratsherren und Kaufmannsfamilie Pepersack, als Instanz der städtischen Obrigkeit, ist ebenso in das Projekt involviert.

Für Hildesheim sind diese Gruppen beteiligt:

Die IG Hildesheimer Gemeinheit AD1350
Die IG Hildesheimer Gemeinheit AD1350
Die historische Stadtwache Hildesheim
Die historische Stadtwache Hildesheim
Die Ratsherrenfamilie Pepersack
Die Ratsherrenfamilie Pepersack

Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet:

©2018 Hildesheimer Allgemeine Zeitung, M.Caglar
©2018 Hildesheimer Allgemeine Zeitung, M.Caglar

Hildesheim gehörte seit 1367 dem deutschen Hansebund an.


Die sächsische Tohopesate...der sächsische Städtebund

Der sächsische Städtebund

Seinen Ursprung hat der sächsische Bund in den regionalen und territorialen Allianzen des 14. Jh. Das Bündnis vom 24. Aug. 1382 war das erste, das weitgehend alle Städte umfasste, die auch im 15. Jh. vertreten waren.  Der von 1384 erweiterte und intensivierte den Bund.  Festigend wirkte auch die Münzkonvention der sächsischen Städte von 1382.

   Trotz des Namens „sasseschen stede“, der einen Bezug zum Land der „Sassen“ - dem alten Stammesherzogtum Sachsen, das dem heutigen Niedersachsen entspricht - impliziert, blieb der sächsische Städtebund auf das Gebiet des damaligen Gaus Ostfalen begrenzt. Die Städte der Gaue Engern und Westfalen - von der Weser bis zum Rhein - blieben außen vor und gründeten ihrerseits Städtebünde.

 

In diesem Zusammenhang kam es Mitte des 13. Jh. erstmalig zur Kooperation westfälischer Städte - in Gestalt des Rheinischen Bundes - mit sächsischen Städten. Ein weitgehender und über aktuelle Ereignisse dauerhafterer Schulterschluss erfolgte seit Mitte des 15. Jh. im Rahmen der Zugehörigkeit zum Hansebund.

 

Die wendischen, sächsischen und westdeutschen Städte in der Hanse

 

Die norddeutschen Städte waren alle überwiegend Mitglieder in der Hanse. Nach Auffassung der Zeit war die Hanse nicht mehr und nicht weniger ein unter Führung Lübecks stehender, lockerer Verband nord-, nordwest- und nordostdeutscher Städte zur Nutzung von Handelsprivilegien. Die Hanse konnte - vor allem wirtschaftlich - großes politisches Gewicht und Druck ausüben, war aber kein politischer Körper sondern ein reine Wirtschaftsmacht. Es handelte sich um ein relativ locker geknüpftes Netz, das sich aber bei ernsteren Belastungen sofort zusammenziehen konnte.  Die regionalen Städtebünde sind nicht als Organe der Hanse zu verstehen, sondern agierten weiterhin autonom und territorial - und manchmal auch gegen die Hanseinteressen.

 

Dominiert wurde die Hanse von den so genannten wendischen Städten, die ihrerseits im wendischen Städtebund in Separatbündnissen organisiert waren. Dazu gehörten Lübeck, Kiel, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Anklam, Stettin, Neustargard, Kolberg, Berlin-Kölln und Frankfurt/Oder, die als „Lübeker Drittel“ bezeichnet wurden. Hamburg, Bremen, Stade, Lüneburg, Uelzen und Buxtehude stellten das „Hamburger Drittel“. 1451 wurden beide Drittel zum „Lübecker Viertel“ vereint.

 

Seit Mitte des 14. Jh. rückten die norddeutschen Städte unter dem Dach der Hanse enger zusammen. In der „Kölner Konföderation“ 1367 waren zwölf Städte von Holland bis ins Baltikum im Krieg gegen Dänemark und Norwegen vereint. Die sächsischen Städte hielten sich geschlossen fern, was sich langsam nach der Gründung des sächsischen Städtebundes 1382 änderte.

Auf dem Hansetag am 4.10.1383 waren weitere sächsische Städte vertreten. Seit 1390 übernahm Braunschweig die Vermittlerrolle zwischen wendischen und sächsischen Städten.

 

Die „Tohopesaten“ der wendischen, sächsischen und westdeutschen Städte

Dominierten im 13. und 14. Jh. die regionalen und territorialen Allianzen, so kam es seit dem letzten Viertel des 14. und seit Beginn des 15. Jh. zu überregionalen und -territorialen Zusammenschlüssen der Städtebündnisse.

(Quelle: Vruntlike Tohopesate)

Die Geschichte des Hansebundes....

Die Hanse war eine Organisation von niederdeutschen Fernkaufleuten, der rund 70 große und 100 bis 130 kleinere Städte angehörten.

Diese Städte lagen in einem Gebiet das heute sieben europäische Staaten umfasst: von der niederländischen Zuidersee im Westen bis zum baltischen Estland im Osten und vom schwedischen Visby im Norden bis zur Linie Köln-Erfurt-Breslau-Krakau im Süden.

 

Aus diesem Raum heraus erschlossen sich die hansischen Fernkaufleute einen wirtschaftlichen Einflussbereich, der im 16. Jahrhundert von Portugal bis Russland und von den skandinavischen Ländern bis nach Italien reichte, ein Gebiet, das heute 20 europäische Staaten einschließt.

 

 

In ihrer Blütezeit war die Hanse so mächtig, dass sie zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen Wirtschaftsblockaden gegen Königreiche und Fürstentümer verhängte und im Ausnahmefall sogar Kriege führte.

Vom 13. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte die Hanse weitgehend den Fernhandel des nördlichen Europa, konnte aber nie eine Monopolstellung erringen.

Die hansischen Kaufleute versorgten West- und Mitteleuropa mit den Luxuswaren, Nahrungsmitteln und Rohstoffen des nördlichen und östlichen Europa.

Hierzu gehörten z.B. Pelze, Wachs, Getreide, Fisch ebenso Flachs, Hanf, Holz und Holzbauprodukte wie Pech, Teer und Pottasche. Im Gegenzug brachten die Hansekaufleute in diese Länder die gewerblichen Fertigprodukte des Westens und Südens wie Tuche, Metallwaren, hier insbesondere Waffen, und Gewürze.

Zentrale Umschlagsplätze dieses Handels waren die Kontore der Hanse in Novgorod in Nordwestrussland (St. Peterhof), in Bergen in Norwegen (Deutsche Brücke), in Brügge in Flandern und in London in England (Stalhof).

Daneben unterhielt die Hanse von Russland bis nach Portugal über halb Europa verteilt zahlreiche kleinere Niederlassungen, die sogenannten Faktoreien.

 

Die Fernkaufleute verfolgten handelswirtschaftliche Ziele.

 

Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versuchten die Hansestädte jedoch, eine festere Bündnisorganisation zur gegenseitigen Unterstützung gegen adlige Herrschaftsansprüche zu schaffen.

Mit diesem festeren Zusammenschluss wollten sie auch Problemen begegnen, die durch die wachsende Konkurrenz englischer, italienischer und süddeutscher Kaufleute und holländischer Frachtfahrer und durch die staatliche Erstarkung in den Zielländern des Handels entstanden.

Der Druck von außen war somit der Grund dafür, dass sich die stede van der dudeschen hense enger zusammenschlossen.

Die Entwicklung ließ sich jedoch nicht aufhalten und führte dazu, dass der Einfluß der Hanse zurückging, wenn auch der Handel im 16. und frühen 17. Jahrhundert noch enorme Zuwächse aufwies.

Die aufkommenden nationalen und territorialen Wirtschaften ließen einer überregionalen Handelsgemeinschaft wie der der Hansekaufleute und Hansestädte keinen Raum mehr. Im Jahre 1669 fand in Lübeck der letzte Hansetag der historischen Hanse statt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Hansischen Geschichtsvereins e.V. www.hansischergeschichtsverein.de

 

Quelle:http://www.hanse.org/de/die_hanse/damals